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Ausgangssituation | ||
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Engagement der ATV-DVWK Auch die ATV-DVWK Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. hat dieses Problem erkannt und weitere Maßnahmen ergriffen. |
Eine Umfrage der ATV-DVWK bei Städten und Gemeinden hat die Tragweite des Problems der undichten Kanäle deutlich gemacht. Das bedeutet eine nicht bezifferbare Verunreinigung von Grundwasser und Boden durch die Schadstoffe im versickernden Abwasser. Noch problematischer ist die Exfiltration von gefährlichen Stoffen in Industriegebieten. Andererseits werden durch undichte Kanäle große Mengen von Grundwasser als Fremdwasser unnötigerweise der Kläranlage zugeführt. Dies war 1986 für den ehemaligen Präsidenten der ATV, Prof. Dr.-lng. E. h. K. R. Imhoff, Anlass zu einem Schreiben an den damaligen Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und an die Vorsitzenden der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser -LAWA- sowie der Arbeitsgemeinschaft der für das Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen zuständigen Minister der Länder (ARGEBAU). Grundaussage war, dass „Abwasserkanäle und -leitungen dicht sind, wenn sie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik gebaut und geprüft werden. Sie können undicht werden, wenn sie nicht bestimmungsgemäß benutzt werden.“ Maßnahmenkatalog Um erkennbare Defizite beim Kanalbau zu bewältigen, wurden folgende Maßnahmen vorgeschlagen: - Schaffung des „Geprüften
Kanalrohrlegers“ und Qualifizierung geeigneter Betriebe Kosten Eine Erhebung der
ATV-DVWK (April 1998) beziffert den Anteil schadhafter Kanäle an
der Gesamtlänge öffentlicher Kanäle in der Bundesrepublik
Deutschland mit ca. 16 %. Die derzeitigen jährlichen Investitionen
müssten im Hinblick auf das hochgerechnete erforderliche Gesamtvolumen
von 61 Mrd. DM verdoppelt werden, um das Problem der undichten Kanäle
lösen zu können. Noch mehr muss auf privatem Grund erneuert
und saniert werden, wo von rd. 600.000 Rohr-km vermutlich 40 - 60 % defekt
sind. Berufsausbildung Die Bauwirtschaft-Ausbildungs-Verordnung
(BauAusbV) enthält eindeutige Anforderungen für den Ausbildungsberuf
„Kanalbauer“, die mit den Vorstellungen der ATV-DVWK übereinstimmen;
dies gilt auch für den Rohrleitungsbauer, der bei der Herstellung
von Entwässerungskanälen und -leitungen unter bestimmten Bedingungen
ebenfalls eingesetzt werden kann. |